Pflegeversicherung – Pflegegrad 2

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Die Voraussetzung für die Einstufung in den Pflegegrad 2 ist es, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten  durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) festgestellt wurde (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkten im Begutachtungsinstrument).


Die wichtigsten Leistungen der Pflegeversicherung in Pflegegrad 2:

 

  • Bei häuslicher Pflege erhalten Personen mit Pflegegrad 2 monatlich ein Pflegegeld von 316 Euro oder ambulante Pflegesachleistungen in Höhe von bis zu 689 Euro pro Monat.

 

  • Bei vollstationärer Unterbringung im Pflegeheim zahlt die Pflegeversicherung im Pflegegrad 2 monatlich 770 Euro.

 

  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden, erhalten einen zweckgebundenen (z.B. für Tages­-/Nachtpflege oder Kurzzeitpflege) Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich.

 


 

Weitere Leistungen mögliche Leistungen im Pflegegrad 2:

  • Verhinderungspflege (zur Entlastung des Pflegenden) (bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr für Ersatzpflege bis zu sechs Wochen; bei Kombination mit Kurzzeitpflege bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr)

 

  • Zuschüsse für Pflegehilfsmittel (bis zu 40 Euro monatlich)

 

  • Zuschüsse zum barrierefreien Wohnungsumbau (bis zu 4.000 Euro je Maßnahme, bzw. 16.000 Euro bei WGs)

 

  • Leistungen bei der Tages- und Nachtpflege (bis zu 689 Euro monatlich) und der Kurzzeitpflege (bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr für bis zu acht Wochen; bei Kombination mit Verhinderungspflege bis zu 3.224 Euro im Kalenderjahr) bleiben in gleicher Höhe bestehen oder werden leicht angehoben.

 

  • Ambulant betreute Wohngruppen unterstützt die Pflegekasse mit einer einmaligen Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 2.500 Euro pro Person, bzw. 10.000 Euro pro Wohngruppe. Für organisatorische und betreuende Hilfen in Pflege-WGs wurden die Leistungen zum 1.1.2017 auf monatlich 214 Euro erhöht.

 


 

Durch das neu eingeführte Begutachtungsinstrument
wird die Selbständigkeit und die Fähigkeiten eines Menschen
in sechs Bereichen (Module) erfasst. Dies sind:

  • Mobilität (Modul 1)

 

  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Modul 2)

 

  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (Modul 3)

 

  • Selbstversorgung (Modul 4)

 

  • Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (Modul 5)

 

  • Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte (Modul 6)

 

Die einzelnen Module werden mit Punkten bewertet und  fließen unterschiedlich gewichtet in eine Gesamtpunktzahl ein, die dann den Pflegegrad angibt.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
http://www.pflegestaerkungsgesetz.de/

Aufgaben nach dem Tod eines Pflegebedürftigen:

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In einem gewissen Alter ist es trotz sehr guter Pflege irgendwann an der Zeit Abschied zu nehmen von seinem Angehörigen und danke zu sagen für die wunderschöne Zeit zusammen. Wenn dieser bedauernde Fall eintritt, hat man unglaublich viele Dinge zu erledigen. Man hat viele Emotionen zu verarbeiten und gleichzeitig muss man unendlich viele Dinge erledigen. Man muss einige Verträge kündigen, einen kompetenten Bestatter kontaktieren und die anderen Verwandten informieren. Für das Informieren der Angehörigen werden häufig Trauerkarten gewählt, denn diese sind für viele Freunde und Verwandte wichtig, damit Sie noch einmal die Wertschätzung ausdrücken können. Dabei lassen sich gut die Eigenschaften des Verstorbenen aufgreifen, denn eine individuelle Gestaltung ist entscheidend. Hier kannst du mehr zu dem Thema Trauerkarten lesen.

Im weiteren Verlauf sind viele Formalien zu erledigen. Einige Verträge müssen gekündigt werden, damit keine weiteren Kosten anfallen. Darüber hinaus müssen bei stationären Pflegebedürftigen, die persönlichen Gegenstände aus dem Pflegeheim geholt werden oder die Wohnung gekündigt werden bei Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt worden sind. Viel wichtiger ist aber, dass der Verlust des geliebten Verstorbenen emotional verarbeitet werden kann. Dabei hilft es sehr, dass man seinen geliebten Menschen in sicherer und guter Pflege gewusst hat.

Wichtigkeit der Pflegeversicherung

Für viele ältere Menschen ist es nicht möglich sich selbst zu versorgen oder es ist ihnen nicht mehr möglich aufgrund einer schweren Krankheit sich selbst zu versorgen. Das ist in unserer vernetzten Welt aber kein Problem mehr. Es ist nicht nötig, dass jemand den ganzen Tag zu Hause bleibt, damit die Pflegebedürftigen gut versorgt sind. Viele Pflegebedürftige wollen nämlich gar nicht, dass sie den Angehörigen zur Last fallen und damit nicht ihrer Karriere nachgehen können. Die öffentliche Pflegeversicherung deckt jedoch nicht die vollen Kosten für den absoluten Service ab, sodass besonders bei der steigenden Lebenserwartung der Menschen die private Pflegeversicherung eine immer wichtigere Rolle spielt. Deshalb ist es auch sehr wichtig schon früh mit der richtigen Pflege für das Alter vorzusorgen, damit man sich im hohen Alter keine Sorgen mehr machen muss. Besonders bei dem Thema Altersarmut ist die Pflegeversicherung ein sehr wichtiger Baustein. Wer sich im hohen Alter noch um die Finanzierung einer Pflegeversicherung kümmern muss, der hat keine Chance den verdienten Lebensabend zu genießen und die Wahrscheinlichkeit in die Altersarmut abzurutschen steigt stark an, obwohl man sein ganzes Leben hart gearbeitet hat. Als Angehöriger des Pflegebedürftigen hat man auch eine gewisse Verpflichtung dem Pflegebedürftigen gegenüber, damit er gut versorgt ist, bevor sein Leben ein Ende findet.

 

Pflegeversicherung – Pflegegrad 1

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Voraussetzung für die Einstufung in den Pflegegrad 1 ist es, eine geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten durch den MDK festgestellt wird (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkten im Begutachtungsinstrument).

Die wichtigsten Leistungen der Pflegeversicherung in Pflegegrad 1 :

  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden, erhalten einen zweckgebundenen (z.B. für Tages­-/Nachtpflege oder Kurzzeitpflege) Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich.

 

  • Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 haben  Anspruch auf Zuschüsse für bestimmte medizinische Hilfsmittel und können bei Bedarf auch einen Zuschuss für die Verbesserung der Wohnung beantragen (z.B. Treppenlift oder barrierefreie Dusche).
    Gefördert werden auch sogenannte Pflege-Wohngruppen.

 

  • Bei vollstationärer Pflege wird im Pflegegrad 1 ein Zuschuss von 125 Euro monatlich gewährt.

 

Durch das neu eingeführte Begutachtungsinstrument
wird die Selbständigkeit und die Fähigkeiten eines Menschen
in sechs Bereichen (Module) erfasst. Dies sind:

  • Mobilität (Modul 1)

 

  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Modul 2)

 

  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (Modul 3)

 

  • Selbstversorgung (Modul 4)

 

  • Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (Modul 5)

 

  • Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte (Modul 6)

 

Die einzelnen Module werden mit Punkten bewertet und  fließen unterschiedlich gewichtet in eine Gesamtpunktzahl ein, die dann den Pflegegrad angibt.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit